Wachkoma Betreuung

Neurologische Fachpflege

Wachkoma-Pflege: Lebensqualität in der Phase F

Menschen im Wachkoma (apallisches Syndrom) befinden sich in einem Zustand minimalen Bewusstseins. Unsere Aufgabe ist es, Reize zu setzen und eine Umgebung zu schaffen, die Sicherheit und Entwicklung ermöglicht.

Ursachen und Diagnosen

Ein Wachkoma ist meist die Folge einer schweren Schädigung des Großhirns. Wir betreuen Patienten nach folgenden Ereignissen:

  • Hypoxischer Hirnschaden: Nach Herzstillstand, Reanimation oder Ertrinken durch Sauerstoffmangel im Gehirn.
  • Schweres Schädel-Hirn-Trauma (SHT): Infolge von Unfällen mit massiver Krafteinwirkung.
  • Intrazerebrale Blutungen: Nach geplatzten Aneurysmen oder schweren Schlaganfällen.

Aktivierende Pflegekonzepte

In der Langzeitpflege (Phase F) nutzen wir spezialisierte Ansätze zur Förderung der Wahrnehmung:

Basale Stimulation

Gezielte taktile, auditive und olfaktorische Reize (z.B. vertraute Düfte, Musik oder Berührung), um den Zugang zum Bewusstsein des Patienten zu finden.

Bobath-Konzept

Spezielle Lagerung und Bewegung zur Vermeidung von schmerzhaften Spastiken und Kontrakturen (Gelenkversteifungen).

Ganzheitliche Versorgung

Die Pflege umfasst zudem das Management der Sondenernährung (PEG), intensive Hautpflege zur Dekubitusprophylaxe und die Überwachung der Atemwege. Wir koordinieren ein Netzwerk aus Physiotherapeuten, Logopäden und Neurologen direkt bei Ihnen vor Ort.

Unser Fokus

  • Wahrnehmungsförderung
  • Spastik-Management
  • Angehörigen-Begleitung
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